5 Gründe gegen Crosspostings zwischen Facebook, Twitter & Google+

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Es ist doch so einfach: Facebook mit Twitter verknüpfen. Twitter mit Facebook verknüpfen. Und Google+ mit Facebook und Twitter verknüpfen. Und das ganze von links nach rechts, von oben nach unten und auch noch andersherum. Wie einfach könnte die Welt sein, wäre es wirklich so einfach: Auf einer Plattform etwas schreiben und alle anderen Plattformen direkt mit füllen. In Facebook lässt sich der RSS-Feed des Blogs einkippen, auch bei Twitter. Doch sind Crosspostings wirklich so sinnvoll?

5 Gründe gegen Crosspostings

Es klingt wirklich einfach und auch effizient. Nur eine Plattform mit Inhalt füllen und diese Inhalte automatisch auf andere Social Media Plattformen übertragen. Doch es ist nicht so einfach. Es gibt gute Gründe, jede Plattform individuell mit Inhalten zu bespielen. Das macht auf den ersten Blick mehr Arbeit, doch am Ende lohnt sich der Mehraufwand.

1. Twitter ist nicht Facebook, ist nicht Google+

Es ist ganz klar, dass die Plattformen unterschiedlich sind. Und das gilt grundsätzlich nicht nur für Twitter, Facebook und Google+. Auch Blogs, YouTube und Flickr haben ihre Eigenarten, die beachtet werden wollen. Jede Plattform hat eine eigene Nutzerstruktur, die Nutzer haben unterschiedliche Erwartungen und auch die (inoffiziellen) Verhaltensregeln unterscheiden sich.

Um die Effizienz von Postings zu erhöhen kann man nicht über alle Plattformen hinweg den selben Inhalt veröffentlichen. Die Inhalte müssen variieren, denn die Nutzer erwarten andere Darstellungsformen, Formulierung und Ansprachen. Doch es muss auch einiges gleich sein: Logos, Bezeichnungen, Markennamen und die “Stimme der Marke”

2. Alle Statusupdates sind gleich, doch manche sind gleicher

Schon allein die Beschränkungen je Plattform machen einige Statusupdates gleicher als andere. Twitter limitiert die Tweets auf 140 Zeichen. Da muss jedes Wort sitzen und die Message auf den Punkt gebracht werden. Auf Facebook gibt es ein Limit von 420 Zeichen pro Statusupdate. Das gibt schon mehr Freiheit für die Formulierung, doch auch hier muss die Message auf den Punkt gebracht werden. Goolge+ kennt (bisher) keine solche Beschränkung. Aber Statusupdates in epischer Breite werden auch hier keinen Sinn machen, dafür ist mehr Platz für Erläuterungen und Hintergrundinformationen.

Hinzu kommt, dass die Funktionen der einen Plattform auf einer anderen keinen Sinn machen. Es macht keinen Sinn @Replies oder @Mentions von Twitter auf Facebook zu posten, denn diese Funktionen kennt Facebook nicht. Andersherum macht es keinen Sinn Postings, in denen Nutzer getaggt wurden, bei Twitter zu veröffentlichen – da man dort mit dem Klarnamen nichts anfangen kann.

3. Das “social” in Social Media nicht vergessen

Bei Social Media dreht sich alles um Kommunikation und Interaktion zwischen Individuen. Und auch Marken und Unternehmen zählen zu den Individuen. Ein einfach Copy&Paste gibt dem Nutzer das Gefühl, dass man nicht interagieren möchte. Das Persönliche geht verloren. Oder denkt ihr bei einem Plakat an der Bushaltestelle “Oh, das ist aber nett, dass die genau dieses Plakat hier aufgehängt haben!”?

Und nicht zu vergessen: Liebesbriefe kopiert man doch auch nicht, oder?

4. Sparen Crosspostings Zeit?

Klare Antwort: Nein. Auch wenn man alle Plattformen parallel mit den selben Inhalten und Statusupdates bespielt, muss man dennoch jede einzelne Plattform überprüfen und auf Reaktionen checken. Die Zeitersparnis ist, wenn überhaupt, minimal.

5. Bloß kein Spammer sein

Massenupdates und Crosspostings erwecken auch immer den Anschein eines Spammers. Jemand der sich keine Gedanken über die verschiedenen Kanäle und Erwartungen macht, will eben nur Aufmerksamkeit – aber sich nicht auf die Bedürfnisse der Nutzer einlassen. Das hilft keinem.

Wenn Social Media, dann auch richtig

Ein bisschen Schwanger gibt es nicht. Entweder ganz oder gar nicht. Genauso ist es bei Social Media: Wenn man es macht, dann bitte richtig. Social Media darf nicht nur “ein zusätzlicher Vertriebskanal” sein. Social Media muss auch gelebt werden. Und das bedeutet, dass man sich mit den unterschiedlichen Plattformen auseinander setzt und sich die Erwartungen und Bedürfnisse der Nutzer bewust macht.

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