Facebook Comments neue Funktionen und Login von Drittanbietern

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Keinen Facebook Account zur Hand oder gar nicht Mitglied beim Datenmonster? Kein Problem, auch mit anderen Diensten kann man kommentieren. Das Social Plugin Facebook Comments hat vor einiger Zeit einen Relaunch erfahren. Die Funktionen wurden erweitert, so dass es eine echte Alternative zu klassischen Kommentar-Lösungen geworden ist.

Facebook Comments mit neuen Funktionen

Bisher war das Social Plugin Facebook Comments sehr rudimentär. Wenn man es eingebaut hat auf einer Webseite konnten Facebook User kommentieren und den Kommentar direkt im Facebook Stream veröffentlichen. Das war es auch schon.

Mit dem Relaunch wurden die Funktionen stark erweitert. Das Social Plugin funktioniert über eine eigene Facebook Anwendung und liefert neben einer Moderationsfunktion viele Einstellungsmöglichkeiten. Als Moderator wird man direkt auf Facebook über neue Kommentare informiert. Zusätzlich kann man sich die neuen Kommentare per Mail zuschicken lassen. Direkt aus der Administrationsoberfläche von Facebook Comments können unerwünschte Kommentare gelöscht werden. Das funktioniert auch auf der Seite, wo das Plugin eingebaut ist.

Facebook Comments in der Moderationsansicht

Social Plugin Facebook Comments in der Moderationsansicht

Das ist schon sehr angenehm. Doch viel spannender sind die Einstellungen, die das Plugin bietet. Neben dem Administrator können noch weitere Moderatoren angelegt werden. Wichtig für große Seiten wie z.B. stern.de, die Facbeook Comments demnächst einsetzen wollen. Wie in jeder guten Kommentar-Lösung können die Beiträge direkt oder erst nach Prüfung freigeschaltet werden. Facebook hat eine automatisierte Filterung eingebaut. Entwerder die Beiträge werden nicht gefiltert, nach einer eigenen Black-List oder über die “Standard Facebook-Zensur“. Richtig gelesen, da steht wirklich Zensur. Für die deutsche Internet-“Elite” vielleicht der falsche Begriff.

Einstellungen der Facebook Comments

Einstellungsmöglichkeiten für Facebook Comments

Die Facebook Comments bieten die Möglichkeit einer automatischen Korrektur häufiger Grammatik-Fehler. Ich hatte diese Einstellung zu erst hier im Blog aktiviert, aber für die deutsche Sprache ist die Funktion noch nicht ausgereift. So machte Facebook aus einem “der” ein “there”. Wenn die Korrektur auch für die deutsche Sprache funktioniert hilft das sicher die (sprachliche) Qualität von Leserkommentaren zu steigern. Den selben Effekt dürfte auch der Klarname sein, da über den eigenen Facebook Account kommentiert wird.

Kommentieren über Facebook und Drittanbieter möglich

Noch ist nicht jeder Internetnutzer bei Facebook registriert. Das gilt sicherlich auch für die Leserschaft vom stern.de. Das ist deshalb problematisch, weil ein vorausgesetzter Facebook Account für einige eine hohe Hürde darstellt. Das hat man auch bei Facebook erkannt und den Login über Drittanbieter ermöglicht. Neben dem Facebook Login existieren derzeit die Möglichkeiten, mit einem Yahoo Login und dem AOL Benutzernamen zu kommentieren.

Mit Facebook Comments über Drittanbieter kommentieren

Facebook Comments über Drittanbieter nutzen

In Zukunft wird Facebook noch weitere Drittanbieter integrieren. Ziemlich sicher ist die Integration des Bing Accounts. Wie es mit dem Erzrivalen Google aussieht ist nicht bekannt. Doch früher oder später wird auch der Google Account integriert. Der US Blog Inside Facebook hat bereits live Code in den Facebook Comments entdeckt, die den Login über Google, Twitter und andere OpenID Provider ermöglichen. Der Code ist jedoch inaktiv.

Diskussionsstränge werden plattformübergreifend zusammengeführt

Der für mich entscheidende Vorteil der Facebook Comments ist, dass Diskussionsstränge auf verschiedenen Plattformen zusammengeführt werden. Wenn ein User auf meinem Blog kommentiert erscheint der Kommentar auch in seinem Facebook Account. Jetzt kommentiert einer seiner Freunde dieses Statusupdate. Bisher verlagerte sich die Diskussion damit zu Facebook. Mit dem Update werden diese Kommentare auch im Blog angezeigt. Andersrum funktioniert das genauso.

Sehr spannend für Seiten die auf eine lebendige Diskussion setzen, wie Verlagsseiten. Hatte man Diskussionen bisher mit den Facebook Comments an das Social Network verloren behält man die Diskussion jetzt auf der eigenen Seite.

Hier im Blog habe ich die WordPress Kommentarfunktion komplett durch die Facebook Comments ausgetauscht. Und bisher bin ich zufrieden damit. Wie schätzt ihr die Chancen und das Potenzial der Facebook Comments ein?

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