Facebook mit 65 Milliarden Dollar bewertet

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Der Höhenflug kennt keine Grenzen und man fühlt sich an die Dotcom-Blase Anfang des Jahrtausends erinnert. Die Investment-Firma General Atlantic kauft Facebook Anteile und bewertet das Social Network damit mit 65 Milliarden Dollar. Der neueste Facebook-Investor will nach Informationen von CNBC ein Zehntel von einem 1%-Anteil an Facebook erwerben oder eben 0,1%.

Facebook steigert Firmenwert um 30% seit Januar

Die Anteile, die General Atlantik kaufen möchte, stammen von ehemaligen Mitarbeitern. Facebook muss dem Deal jedoch noch zustimmen, dieser ist bisher also nicht abgeschlossen. Erst im Januar hatte die Investmentbank Goldman Sachs Anteile an Facebook im Wert von 1,5 Milliarden Dollar erworben. Goldman Sachs hatte Facebook mit 50 Milliarden Dollar bewertet. Legt man diese Zahl zugrunde, ist der Wert von Facebook Inc. seit Januar um 30% gestiegen.

Facebook Logo

General Atlantik will Angaben zufolge 2,5 Millionen Anteile von ehemaligen Mitarbeitern kaufen. Investoren, die an einem Investment in Facebook interessiert sind haben es schwer, denn die Anteile werden nicht frei gehandelt. So bleiben eigentlich nur ehemalige Mitarbeiter, die ihre Anteile verkaufen möchten. Doch das ist Teil von Facebooks Strategie: Solange es weniger als 500 Investoren gibt, muss Facebook seine Zahlen nicht veröffentlichen.

Facebook Co-Founder will 10 Millionen Anteile verkaufen

In diesem Zusammenhang ebenfalls interessant: Ein Co-Founder von Facebook will insgesamt 10 Millionen Anteile an Facebook verkaufen. Diese Anteile dürften circa 300 Millionen Dollar Wert sein. Wer der mysteriöse Anbieter der Anteile ist, das ist unklar. Doch viele kommen nicht in Frage: CEO Mark Zuckerberg, Co-Founder Chris Hughes, Dustin Moskovitz oder Eduardo Saverin. Laut New York Post entsprechen 10 Millionen Anteile ungefähr 0,5% der Unternehmensanteile.

Die Co-Founder Anteile unterliegen keinen Restriktion und können direkt verkauft werden. Anders als die oben angesprochenen Anteile der ehemaligen Mitarbeiter. Doch Facebook hat bereits neue Regeln geschaffen, die alle zukünftigen Verkäufe von Anteilen betrifft und deren Übertragbarkeit limitieren. Auch andere Web 2.0 Firmen und Tech-Startups haben ähnliche Regeln geschaffen, seit der Markt für private shares angezogen hat.

Große Investmentbanken wie Goldman Sachs und JPMorgen haben mehrere Milliarden Dollar von ihren Kunden gesammelt, um in Firmen wie Facebook, Zynga, Twitter und co investieren zu können sobald es die Möglichkeit gibt.

Große Blase oder nachhaltige Investition?

Es erinnert ein wenig an Goldgräberstimmung, wie die Investmentbanken den Anteilen an Technologiefirmen hinterherjagen. Dabei ist keinesfalls klar, wie profitabel Facebook und Co wirklich sind. Natürlich überraschen die großen der Branche immer wieder mit neuen Rekord-Zahlen was die Mitglieder und User angeht. Doch steht diesen Zahlen auch eine riesige Infrastruktur gegenüber. Und die will auch bezahlt werden. Ebenso hat man immer wieder den Höhenflug und den harten Fall von StartUps beobachten können. Wer kennt denn noch Geocities? Und Yahoo war auch mal mehr Wert, als jetzt.

Man fühlt sich nicht umsonst an die Dotcom Blase erinnert, doch haben die Investmentbanker diese auch im Hinterkopf?

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