Facebook Related Ads im Test

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Stell dir vor, du schreibst über coole Schuhe, die du bei Görtz gesehen hast. Und dann erscheint eine Werbung von Görtz direkt neben deiner Timeline. Interessant? Erschreckend? Verwunderlich? Vielleicht. Mit Facebook Related Ads eventuell bald Realität.

Related Ads: Werbeformat mit vielfältigen Möglichkeiten

In den USA testet Facebook ein neues Werbeformat, nachdem vor ein paar Wochen die “Sponsored Stories” gestartet wurden. Das neue Format heißt Related Stories und wird auf Grundlage der persönlichen Statusupdates ausgesteuert. Facebook hat den Test gegenüber Inside Facebook bestätigt, auch wenn dieser nur für einige wenige Nutzer öffentlich ist.

Gleichzeitig mit den Related Ads wurde ein weiteres Modul in der Sidebar getestet, das “Related Stories” heißt. Die Related Stories zeigen Beiträge von Freunden, die den eigenen Statusupdates ähnlich sind. Die Related Stories können vor allem die Interaktion und Diskussion im eigenen Freundeskreis fördern und verstärken.

Facebook testet neues Werbeformat "Related Ads"

Facebook testet neues Werbeformat "Related Ads" Quelle: insidefacebook.com

Im Facebooks Ad Manager konnten Werbeanzeigen bisher schon gut auf die Zielgruppe zugeschnitten werden. Doch konnten die Anzeigen nur nach demografischen Faktoren gesteuert werden. Was der Nutzer veröffentlicht blieb außen vor. Die Zielgruppe konnte nach Alter, Geschlecht, Beziehungsstatus, Bildung, Interessen und Facebook Pages ausgespielt werden. Mit den Related Ads kommen weitere Möglichkeiten des Targetings dazu. Das neue Werbeformat erlaubt, Anzeigen nach Wörtern in Statusupdates oder Pinnwand-Einträgen auszuspielen.

Facebook bietet immer neue Targetingmöglichkeiten

Die Related Ads sind der neueste Coup von Facebook. Die bisher neu gestarteten Werbeformen heben alle darauf ab, die Anzeigen noch genauer auf die Zielgruppe auszurichten. Beispielsweise die Facebook Sponsored Stories: Ein Nutzer liked eine Seite und dieser Like wird prominent als Sponsored Storie in der Seitenleiste der Freunde darfestellt. Natürlich mit Like-Button, damit die Freunde direkt auf “Gefällt mir” klicken können. Die Idee dahinter ist: Was für deine Freunde interessant, spannend und relevant ist, das gefällt höchstwahrscheinlich auch dir.

Facebook Ads Zielgruppen-Auswahl anhand demografischer Daten

Facebook Ads nach demografischen Nutzerinformationen ausspielen

Das neue Werbeformat lässt die Werbung näher an die aktuelle Stimmung, Gedanken und Interessen der Nutzer heranrücken. Wie groß der Effekt ist? Das kann keiner sagen. Ist man genervt, wenn man über ein Thema schreibt und direkt die passende Werbung sieht oder wird gar die Banner-Blindness gesteigert? Zumindest besteht so die Möglichkeit relevantere Anzeigen auszuspielen. Wenn mich ein Thema beschäftigt und ich ein Statusupdate schreibe, damit mein Netzwerk darüber informiere, dann ist die Chance hoch, dass ich mich auch für eine Anzeige zu diesem Thema interessiere. Beispiel gefällig? Ich schreibe ein Statusupdate darüber, dass Atomkraftwerke abgeschaltet werden sollen. Direkt danach erscheint eine Anzeige von Greenpeace oder den Grünen. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass ich diese Anzeige anklicke, da sie relevant zu meinem Content ist.

Werbeformat mit Chancen und Risiken

Datenschützer brauchen dennoch nicht aufschreien. Die Daten stehen den Werbetreibenden nur in aggregierter, anonymisierter Form zur Verfügung. Laut Facebook wird es eine opt-out Möglichkeit geben. Im Umkehrschluss heißt das, wie bei anderen neuen Features auch, dass die Related Ads standardmäßig aktiviert sind. Typisch für Facebook. Doch das Netzwerk muss sich finanzieren und das geht eben nur über Werbung. Facebook muss jedenfalls vorsichtig sein, wenn das neue Werbeformat Related Ads für die breite Masse startet. Ein möglicher Effekt könnten weniger Statusupdates sein und das würde dem Sinn von Facebook zuwider laufen.

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  1. Werben und beworben werden | artundweise Blog - March 25, 2011

    [...] zu dieser weiteren Form der Werbeschaltung werden nun gerade Related Ads getestet. Posted der User beispielsweise in seinem Statusbericht, dass ihn der Schuh drückt, könnte er zum [...]