Facebook wirft Vermarkter Ad.ly raus

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Mit Tweets und Facebook Updates Geld verdienen? Charlie Sheen hat genau das vorgemacht und seine Tweets über den amerikanischen Vermarkter Ad.ly verkauft. Sponsoren können einen Tweet von Charlie Sheen kaufen und damit ein internationales Millionenpublikum erreichen. Doch auf Facebook darf Ad.ly nicht mehr tätig werden

Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen

Wie jetzt bekannt wurden, hat Facebook den Vermarkter von Tweets und Statusupdates aufgefordert den Dienst auf Facebook einzustellen. Als Grund für die Aufforderung gibt Facebook einen Verstoß gegen die Nutzungsbedingungen an. Genauer gegen Abschnitt 3.1, in dem es heißt “Du wirst keine nicht genehmigten Werbekommunikationen (beispielsweise Spam) auf Facebook versenden oder auf andere Art auf Facebook posten.” Ad.ly verkauft Statusupdates von Prominenten auf Facebook. Insgesamt 1.000 Prominente zählt das Netzwerk von Ad.ly, zu denen auch Mesut Özil und Snoop Dogg gehören.

Ad.ly In Stream Werbung auf Facebook

Werbung von Ad.ly im Newsstream von Prominenten auf Twitter. Facebook kappt nun dieses Geschäftsmodell (Quelle: Inside Facebook)

Facebook zeigt mit der jetzigen Maßnahme, dass ihnen viel an der Qualität der Kommunikationskanäle liegt und sie Spam, welcher Art auch immer, den Kampf ansagen. Mit dem Fall Facebook vs. Ad.ly werden auch andere ähnliche Geschäftsmodelle, die die Plattform Facebook nutzen, beendet. Schon in der Vergangenheit hat Facebook ähnliche Services auf der Plattform verboten, unter anderem eine Werbemaßnahme von Amazon. Ebenso wurde es Spieleanbietern verboten Nutzer zu bezahlen, die Freunde zu einem Spiel eingeladen haben.

Mit der Durchsetzung der Terms of Service soll sichergestellt werden, dass Facebook Nutzer nur die Nachrichten in ihrem Newsstream sehen, denen sie ausdrücklich zugestimmt haben. Zweiter Grund für die Maßnahme dürfte die eigene Facebook Werbung sein. Es ist ein Anliegen des Social Networks, dass die Werbung nur unaufdringlich in der Sidebar zu sehen ist. Die Social Channels wie Pinnwand und Newsstream sollen auch in Zukunft frei von Werbung sein.

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