Foursquare sucht neue Investoren

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Der location-based Service Foursquare.com ist auf der Suche nach neuen Investoren, wie das Wall Street Journal berichtet. Foursquare-CEO Dennis Crowley soll auf der Where 2.0 Conference in San José bereits erste Investoren umworben haben.

Foursquare mit 500 Millionen Dollar bewertet

Grundlage der Finanzierungsrunde ist eine 500 Millionen Dollar Bewertung für Foursquare. Insgesamt sollen 20 – 40 Millionen Dollar eingeworben werden, um den Dienst weiter ausbauen zu können. Denn mit Foursquares derzeitigem Geschäftsmodell ist es fraglich, ob die Summe überhaupt zusammen kommt.

Foursquare Startseite

Forusquare ist ein location-based Service. Mit Foursquare ist es möglich sich bei Orten einzuloggen, die man grade besucht. Die Informationen wird den eigenen Freunden mitgeteilt. Für besondere Besuche erhält der Nutzer Vergünstigungen oder kleine Gimmicks, sog. Badges

Das weiß auch CEO Crowley und hat daher ein neues Händler Programm veröffentlicht in diesem Jahr. Es ist ein Versuch, das Unternehmen wirtschaftlich zu machen. Mit dem Händler Programm von Foursquare können lokale Unternehmen Gutscheine und andere Deals für Check-Ins verteilen. Laut Foursquare nutzen bereits 250.000 Händler das Programm.

Location-based Services werden wichtiger im Marketing

Badges von Foursquare

Anerkennung für Check-Ins durch spezielle Badges auf Foursquare.

Der Weg, den Foursquare einschlägt, erscheint logisch. Immer mehr Menschen besitzen ein Smartphone, mit dem location-based Services genutzt werden können. Insbesondere das enorme Wachstum von Foursquare ist bei dem Weg hilfreich. Im letzten Jahre hatte das Social Network noch weniger als 500.000 Nutzer – heute sind es knapp 8.000.000. Bislang konnten Nutzer für bestimmte Check-Ins lediglich Anerkennung durch sogenannte Badges erhalten. Neben dem Fun-Faktor und einem gewissen Branding-Effekt bei gesponserten Badges hatte das sonst keinen Mehrwert für Nutzer. Mit Gutscheinen und Vergünstigungen bekommt ein Check-In in einer Location eine andere Wertigkeit.

Auch andere Unternehmen sehen eine Chance zur Kommerzialisierung mit dem Vertrieb von Gutscheinen und speziellen Deals für Check-Ins. Groupon ist der Marktführer im Segment der Online-Gutscheine, doch ist Groupon kein location-based Service und bietet keine Check-In Funktion an. Erst im März ist auch Facebook in das Segment vorgestoßen und hat seinen Service Facebook Deals gelauncht. Anfang April folgte dann auch Google mit Google Offers. Beide Services sind noch in einer Testphase und nur für einige Orte der USA nutzbar.

Für lokale Händler und Unternehmen haben Check-In-basierte Gutscheine einen klaren Vorteil: Kunden bekommen ein kleines Dankeschön für den Check-In und machen gleichzeitig Werbung für das Unternehmen in ihrem Netzwerk. Es wirkt wie eine Empfehlung an Freunde für das besuchte Restaurant, die besuchte Bar oder den Supermarkt.

Langfristig können Gutscheine und Deals für Check-Ins ein Weg zum kommerziellen Betriebs von Foursquare sein.

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