Social Network Google+ mehr als ein Button

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Google kann nicht social! Bislang hat Google im Bereich Social Media noch nicht wirklich viel gerissen. Der Suchmaschinenriese hat bereits mehrfach erste Schritte im Bereich Social Networks gewagt, doch wer kann sich wirklich an die Namen erinnern? Mit Google Buzz scheiterte der Riese grandios beim Versuch, dem Microblogging-Dienst Twitter Marktanteile abzunehmen. Ist Google+ jetzt das neue und innovative Social Network, dass den Markt umkrempeln wird?

Mit Google+ startet der Suchmaschinenriese den Großangriff auf Facebook. Doch die ersten Informationen sind nicht überzeugend.

Google bläst zum Angriff auf Facebook

Viel ist über Google+ noch nicht bekannt. Das neue Social Network von Google wird derzeit in einer closed beta getestet, um kleinere Fehler auszumerzen. Auf der Projektseite zu Google+ gibt es nur kryptische Informationen, wie zum Beispiel:

“Das Teilen von Inhalten ist ein wichtiger Bestandteil des Webs und wir finden, dass es viel einfacher sein könnte. Mit dem Ziel, dass sich Leute im Web so einfach austauschen können wie im richtigen Leben, haben wir an ein paar Neuerungen für Google gearbeitet.”

Einfacher soll es also werden? Noch einfacher als mit dem Like Button von Facebook, dem Twitter Button oder Googles hauseigenem +1 Button? Dazu gibt es leider keine Informationen. Doch an wen man Inhalte verteilt soll einfacher werden durch Google+ Circles. Ganz einfach verschieden Freundeslisten anlegen.

Mit Circles will Google+ die Möglichkeit anbieten, den Freundeskreis in verschiedene Gruppen zu unterteilen. Schon Diaspora und Facebook haben die Funktion angeboten. Alter Wein in neuen Schläuchen?

“Man teilt normalerweise verschiedene Dinge mit verschiedenen Leuten. Aber es sollte nicht in Stress ausarten, das Richtige mit den richtigen Personen zu teilen. Mit Circles können Sie ganz einfach einen Kreis für Ihre engsten Freunde, die Fußballkumpel oder Ihre Tanzgruppe anlegen, einen anderen für Ihre Familie und einen eigenen nur für Ihren Chef – genau wie im richtigen Leben.”

Neu ist das nicht, denn schon Diaspora hat auf geteilte Freundeskreise gesetzt. Und mit den Freundeslisten bietet Facebook eine ähnliche, wenn auch komplizierte Möglichkeit an, nur bestimmten Freundeskreisen Informationen zukommen zu lassen.

Neue Funktionen, die keine sind

Mit Google+ Sparks sollen einem Inhalte, Videos, Artikel vorgeschlagen werden, die einen interessieren könnten. Interessen angeben. Gähn. Also ähnlich, wie es der Social Graph von Facebook macht. Und was gibt es noch? Hangouts. Aber so wirklich neu klingt auch das nicht:

“Mit Hangouts wird so ein unverhofftes Treffen erstmals ins Web verlegt. Lassen Sie Ihre Freunde wissen, dass Sie im Hangout sind, und lassen Sie sich überrraschen, wer vorbeischaut.”

Erstmals ins Web verlegt. Komisch, denn Facebook Places oder Foursquare bieten als location-based Services so eine Funktion schon lange an. Marketinggequatsche also. Aber halt! Google+ Hangouts ist ja gar nicht offline und im real life: “Hangouts sind die ideale Möglichkeit, anderen zu sagen: “Ich bin online und möchte euch treffen!”” Klingt ganz so, wie normale Instant Messenger à la Skype oder ICQ. Video-Gruppenchats. Eine echte Innovation. Also wirklich.

Mit Freunden online verabreden oder Termine absprechen soll mit Google+ Hangouts einfacher werden. Im Grunde die Funktion von Instant Messenger wie Skype oder ICQ. Video-Gruppenchats gibt es halt schon

Und natürlich wird man mit Google+ auch Fotos und Videos teilen können. Natürlich kann man diese direkt über das Handy ins Social Network laden. Also genau wie bei Facebook.

Genauer Aufbau von Google+ noch unklar

Wie das Social Network gestaltet sein wird ist noch unklar. Es mag sein, dass Google eine absolut innovative Version von Social Networks gebaut hat – wahrscheinlich ist es aber nicht. Bevor ich Google+ nicht getestet hab, kann ich dazu nichts sagen.

Wirklich innovativ wirkt das alles jedoch noch nicht auf mich. Kein Wunder, schließlich hat Google eine ganze Entwicklung einfach verschlafen. Jetzt wird versucht altbewährte Funktionen in ein neues Gewand zu kleiden und als neu und innovativ zu verkaufen. Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch der Kollege Sebastian Cario: “Google+ fehlt das Killerfeature“. So schließe ich mich dem Fazit von Spiegel Online zu Google+ an:

“Bemerkenswert an Google Plus ist nicht so sehr, was da umgesetzt wurde, sondern von wem.”

Seid ihr gespannt auf Google+? Oder denkt ihr, es wird ein Rohrkrepierer?

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  1. Blogs und Meinungen zu Google+ | Internetradierer.de | Social Media - June 29, 2011

    […] wurde sondern wer es gemacht hat. Deshalb hier ein paar Meinungen aus dem World Wide Web zum neuen Social Network Google+. Mit Google+ startet der Suchmaschinenriese den Großangriff auf Facebook. Doch die ersten […]