Studie: Was tracked der Facebook Like Button?

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Facebooks Like Button hat sich rasant im Internet verbreitet. Ein Drittel der 1.000 größten Seiten hat ihn eingebunden. Meist in Kombination mit dem Tweet Button von Twitter oder dem Buzz Button von Google. Für Internetuser wird es einfacher, die Inhalte in den Social Networks zu verbreiten. Webseiten, die diese Buttons einbinden, können damit ihre Reichweite erhöhen. Doch auch Facebook, Twitter und Google haben etwas davon: Sie können das Surfverhalten der User tracken.

Facebook Like Button als tracking Tool der Social Networks

Eine Studie des Wall Street Journal hat sich den Like Button und andere einmal genauer angesehen. Wer bei Facebook oder Twitter eingeloggt war in den letzten 30 Tagen, dessen Surfgewohnheiten werden aufgezeichnet. Auch wenn der User den Browser einmal geschlossen hat oder den Computer heruntergefahren hat. Er wird durch die sog. Social Plugins solange getrackt, bis er sich aus dem Social Network ausloggt.

So wissen Facebook, Twitter und Co genau wer wann welche Seite angesehen hat. Auch ohne, dass der Like-Button oder seine Pendants geklickt wurden. Das WSJ verdeutlicht dies mit einem Beispiel:

“For example, Facebook or Twitter know when one of their members reads an article about filing for bankruptcy on MSNBC.com or goes to a blog about depression called Fighting the Darkness, even if the user doesn’t click the “Like” or “Tweet” buttons on those sites.”

Die Macher dieser Buttons wurden zum tracking befragt. Facebook, Twitter und Google sagen, dass sie die Daten nicht dazu nutzen, um Benutzer zu tracken. Facebook sagt, dass es die Daten nur für Werbezwecke nutzt, wenn der Like Button geklickt wurde. Facebook und Google erklären, dass die Daten keinen Usern zugeordnet werden, sondern anonymisiert gespeichert werden. Nach Unternehmensangaben löscht Facebook die Daten nach 90 Tagen. Nach Angaben von Facebook und Google werden die Daten genutzt, um die Effektivität der Buttons auszuwerten.

Twitter sagt, dass die Daten nicht genutzt werden und “quickly” gelöscht werden. Ein Unternehmens-Sprecher erklärt dem WSJ gegenüber, dass die Daten theoretisch genutzt werden könnten, um dem Nutzer bessere Inhalte anzubieten.

Tracking nur ein Nebeneffekt

Der Daumen als Symbol für den Like Button

Laut den Machern der Widgets, wie Like Button oder Tweet Button, ist das Tracking des Suchverhaltens ein Nebeneffekt der Funktion dieser Widgets. Um einem Nutzer anzuzeigen, welche Freunde eine Seite geliked haben, muss der Like Button wissen welcher Nutzer auf der Seite ist.

Das Wall Street Journal empfiehlt, dass man sich aus den Social Networks ausloggt, wenn man ein Problem mit dem Tracking hat. Viele Nutzer bleiben jedoch aus reiner Bequemlichkeit immer eingeloggt und nutzen selten die Funktion zum ausloggen.

Was denkt ihr über das Tracking durch Social Widgets wie den Like-Button oder Tweet-Button? Ist es ein Eingriff in die Privatsphäre? Und glaubt ihr Facebook, Twitter und Google, dass die Daten nur anonymisiert genutzt werden? Ich bin auf Eure Meinungen gespannt.

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  1. Follow-Button von Twitter veröffentlicht | Internetradierer.de - June 1, 2011

    […] tracken kann. Das Wall Street Journal hat erst vor kurzem eine Studie veröffentlicht, in der das Tracking durch Social Widgets wie Like Button oder Tweet Button nachgewiesen wurde. Twitter selbst hatte erklärt, dass die Daten […]

  2. Social Network Google+ mehr als ein Button | Internetradierer.de - June 29, 2011

    […] Noch einfacher als mit dem Like Button von Facebook, dem Twitter Button oder Googles hauseigenem +1 Button? Dazu gibt es leider keine Informationen. Doch an wen man Inhalte verteilt soll einfacher werden […]